Islandmotive - mal anders

Im Moment ist einfach kein Urlaub in Sicht. Was macht man bloß in so einem Fall? Klar, man kann einen Wochenendurlaub einschieben, wie vor kurzem in Bremerhaven geschehen. Doch oft sind die Wochenenden mit so vielen Terminen belegt, dass auch das nicht klappt. Ich fühle mich aktuell total unterurlaubt...
Also? Nichts wie ran an die Urlaubsbilder. So habe ich unseren Islandaufenthalt im letzten Sommer noch einmal Revue passieren lassen. Und bin auf die etwas anderen Bilder gestoßen. Die möchte ich euch nicht vorenthalten. Hier sind sie:
Phantasievoll bemalte Hauswände...

Bepflanzte Holzstühle

Gartenzäune aus Gummistiefeln

Briefkästen im Nirgendwo

Kaffeetassen im Gras

verholzte Schafe

Ausstellungen umsonst und draußen

Wikingerschiffe, die eigentlich Terrassen sind

die etwas andere Fassadenbemalung

isländische Schuhmode...

... der etwas anderen Art...

...sehr besonders...

...und noch dazu mitten auf der Straße :)
Fischköppe - nicht etwa am Haken, sondern am Holzgestell...

seltsame Gestalten in den Einkaufsstraßen

...allerlei Krabbelgetier...


müde Gemeindemitarbeiter...

Briefkastenüberzüge der etwas anderen Art

Waschmaschinen für die Gehirnwäsche
und Gemüse an den Wänden...


Auf Island findet jeder sein Motiv. Und das müssen nicht immer Landschaften sein. Langweilig sind die Isländer auf jeden Fall nicht. Und immer für eine Überraschung gut. Wir sehen uns.

N´Abend Hamburg - Blick von der Elbphilharmonie - was für ein Lichtermeer!

Eigentlich sitzt man in letzter Zeit nur noch drinnen. Macht den Fernseher an, schlägt das Buch auf oder macht einfach die Augen zu. Das geht mir zunehmend auf den Wecker. Wenn dann zum Sonnenuntergang ungewöhnlicherweise der Himmel mal blau ist und man denselben (also den Sonnenuntergang, den Himmel allerdings auch...) tatsächlich live miterleben kann, dann wird es Zeit den Hintern endlich einmal hoch zu kriegen. Man kann doch nicht dauernd nur in der Stube hocken.
Los gehts. Bißchen spät, inzwischen funkeln bereits die Sterne am Himmel. Aber immerhin sieht man sie. Scheint irgendwie der richtige Moment zu sein, um sich die Elbphilharmonie, also besser, die Aussicht von der Plaza mal genauer anzusehen. Rein in die Jacke, Schal umwickeln, ab ins Auto und hinein in die schönste Stadt der Welt. Die erstaunlicherweise heute sogar freie Parkplätze vorweisen kann. Wie cool ist das denn?
Karten besorgen, ab durchs Drehkreuz und dann die Rolltreppe hinauf. Irgendein Konzert läuft heute auch, die Konzertbesucher sind aber bereits alle verschwunden und lauschen sicher grad verzaubert den grandiosen Klängen im großen Saal.
Zwei Rolltreppen und man ist oben. Es begrüßt mich roter Backstein, geschwungene Glasfronten und Beton. Bißchen puristisch, das ganze. Also, für meinen Geschmack. Aber soll wohl so sein. Auf alle Fälle fühlt man sich nicht eingeengt. Heute sowieso nicht, denn hier laufen nur noch vereinzelt versprengte Touristen herum. Äh... wo ist eigentlich die Tür? Also die nach draußen? Nicht dass es hier drinnen zu warm wäre, nein, so ein Wintermantel ist hier im Moment durchaus angebracht, aber man will ja auch was sehen. So Aussicht. Ohne diese Plexiglasscheiben oder was auch immer das ist, das da bepunktet und in Wellenlinien die Deckenlichter widerspiegelt.
Das Leben lehrt uns, dass es helfen kann sich an anderen zu orientieren, wenn man nicht weiterkommt. So auch hier. Ein Pärchen kommt, ein wenig verfroren wirkend, an der Seite durch eine vorher nicht als solche erkennbare Tür, die sich wie von Geisterhand öffnet und schließt. Da ist also der Ausgang! Oder der Eingang, je nachdem.
Draußen pustet es ordentlich. Die Lichter der Stadt begrüßen mich von überall, gemeinsam mit den vertrauten Geräuschen des Hafens. Hach, was ist Hamburg doch schön! Hatte ich schon mal irgendwo erwähnt, dass ich meine Heimatstadt liebe? So ein bißchen Lokalpatriotismus darf durchaus sein, oder?
Ich gebe zu, dass mit dem Fotografieren im Dunkeln ist durchaus noch verbesserungswürdig. Aber egal wie scharf so ein Foto auch sein mag, es kommt sowieso nicht an die Wirklichkeit ran. Ihr werdet euch also selbst zur Elbphilharmonie begeben müssen, die Rolltreppen hinauffahren und die Aussicht genießen, während der Wind an euren Haaren oder Röcken zerrt, das Geräusch der  Schiffssirenen in den Ohren, die Hände tief in den Taschen vergraben und die Augen weit offen. Ich bin mir sicher, es wird euch gefallen.
Ich muss auf jeden Fall noch einmal im Hellen dorthin. Am besten bei Sonnenschein. Kommt ja auch manchmal in Hamburg vor.


Die Wurster Nordseeküste, Bremerhaven und die Freiheit...

Wir schreiben den 23. Dezember im Jahre des Herrn 1517. Die siebzehnjährige Friesin Tjede Peckes steht inmitten anderer junger Frauen im kalten Westwind, der von der Nordsee in die Marschen herüberweht. Was mag sie denken, während sie darauf wartet, ihr Recht auf Freiheit zu verteidigen? Seite an Seite mit dem Mannsvolk erwartet man hier im Wurster Land die Ankunft des Söldnerheeres, das der Bremer Erzbischof Christoph gegen die sturen Wurster Friesen ins Feld schickt. Die nicht Teil des Feudalsystems werden wollen. Keinen Heerdienst außerhalb ihres eigenen Landes ableisten wollen. Ihrer eigenen Gesetzgebung folgen wollen. Der Wind mag an ihren Haaren gezerrt haben, an dem friesischen Banner, das sie trug. Vielleicht hat es geregnet, vielleicht hat die Sonne von einem blauen Himmel geschienen. Tjede hat den 24. Dezember nicht mehr erlebt. Sie fiel bei der Schlacht am Wremer Tief, mit ihr viele andere. Das Wurster Land wurde Bestandteil des Erzstifts Bremen.
Wir schreiben den 27. Januar des Jahres 2017. Die Sonne sinkt dem Horizont entgegen, ein eisiger Wind lässt uns frösteln und unsere klammen Finger noch tiefer in den Jackentaschen verschwinden. Die Wurster Nordseeküste liegt eingefroren wie verzaubert im Licht der untergehenden Sonne. Wir haben in Wremen ein kleines Apartment gemietet und wollen uns die nächsten zwei Tage Bremerhaven ansehen. Heute aber wandern wir am kleinen Wremer Hafen entlang, um nach all den grauen, trüben Tagen, die man in geheizten Räumen verbracht hat, mal wieder richtig durchgelüftet zu werden.
Hier am Hafen befindet sich eine Gedenktafel für die mutige Friesin, die ihr Leben für die Freiheit ließ, außerdem der Leuchtturm kleiner Preuße, der  sein Licht in das Watt hinausschickt. Zwei Kutter liegen vertäut an der Hafenkante. Es ist Ebbe, das Wasser hat sich weit zurückgezogen, nur in den Prilen steht es weiterhin. Man spürt den Hauch der Geschichte nicht. Nicht im Moment. Zu dieser Jahreszeit ein herrlich unaufgeregter Ort. Doch in diesem Jahr jährt sich das Datum der Schlacht zum fünfhundertsten Mal. Viele Veranstaltungen sind geplant. Vielleicht sollte man in den warmen Monaten noch einmal wiederkommen?
Ein heißer Ostfriesentee in einem Restaurant am Deich belebt unsere tiefgefrorenen Glieder. Beim Einschenken gilt es die Reihenfolge zu beachten. Erst der Kluntje in die Tasse, ein Stück braunen oder weißen Kandiszucker, darüber den Tee gießen, damit der Kluntje schön knistert und dann ein Tröpfchen Sahne (’n Wulkje Rohm) mit dem Sahnelöffel (Rohmlepel) hinzufügen. Übrigens sollte man als Gast mindestens drei Tassen trinken, vorher abzulehnen gilt als unhöflich. Ist man so durchgefroren wie wir, sollte das eigentlich kein Problem darstellen. Nach einem guten Essen schlafen wir tief und fest hier an der Wurster Nordseeküste, die im Moment so wunderbar friedlich auf uns wirkt.
Am nächsten Morgen geht es auf nach Bremerhaven. Das Wetter ist kalt, aber der Himmel blau und die Sonne scheint, hurra. Wir parken den Wagen in einer Tiefgarage direkt unter dem Klimahaus. Kostenpunkt sieben Euro für den ganzen Tag. Das Klimahaus ist eigentlich der Anlass unserer Kurzreise, ich hatte bereits von vielen Leuten gehört wie begeistert sie waren. Zeit sich ein eigenes Urteil zu bilden. Die Kassen öffnen schon kurz vor 10 Uhr, wir zahlen unsere 16 Euro Eintritt pro Person und los geht es.
Ich möchte hier nicht zuviel verraten. Ein jeder mag sich selbst auf die Reise begeben und seine eigenen Eindrücke und Erfahrungen gewinnen. Nur soviel: wir begeben uns auf eine Reise entlang des 8. Längengrades durch unterschiedliche Klimazonen, lernen dabei die verschiedensten Menschen und eine Bandbreite von Lebensbedingungen kennen. Wir erfahren auch etwas über Ungerechtigkeiten, die Vielfalt der Kulturen, verschiedene Sichtweisen und Blickwinkel und verlieben uns dabei noch ein wenig mehr in unseren wundersamen blauen Planeten. Zumindestens mir geht es so. Wenn ich mit den Kindern aus Niger die richtige Aussprache ihres Wortes für Danke übe, die drückende Hitze der afrikanischen Wüste spüre, die Kälte der Antarktis mich frösteln lässt, wenn ich erfahre, warum man bei den Tuaregs nicht pupsen sollte, wenn die Frage nach dem Alter eines Kindes beantwortet wird mit der Aussage, jeder ist so alt wie die Aufgaben, die er erledigen kann, die Jahre werden nicht gezählt, dann freue ich mich an dieser Vielfalt und mein Herz geht auf.
Wir verlassen nach einigen Stunden das Klimahaus, um etliche großartige Erfahrungen reicher. Tatsächlich kann man locker einen ganzen Tag dort verbringen ohne dass es langweilig wird.
Genug der Aktivitäten in Räumlichkeiten! Zeit das sonnige Wetter draußen zu genießen. Wir essen eine Kleinigkeit und wandern dann durch die Havenwelten.
Bremerhaven hat sich mit der Umwandlung der brachliegenden Hafenflächen sozusagen neu erfunden und hat es außerdem geschafft sich in eine Art Touristenmagnet zu verwandeln. Dazu tragen das Klimahaus, diverse andere Museen, ein U-Boot aus dem 2. Weltkrieg, der Museumshafen, der Zoo am Meer und diverse Einkaufstempel einen großen Teil bei. Und natürlich die schöne Lage an der Weser. Heute darüber hinaus noch das gute Wetter.
Wir bummeln den Weserdeich entlang, vorbei am Hotel Atlantik, das doch sehr an das in Dubai stehende Burj-al-Arab erinnert, schauen der Weserfähre hinterher, besuchen die seute Deern, eine Dreimastbark, die ein ausgezeichnetes Restaurant beherbergt und genießen dabei die Strahlen der Sonne. Die zwar nicht wirklich wärmt, aber immerhin das Auge und die Seele erfreut. Bevor diese untergeht - also die Sonne, nicht die Seele -, fahren wir mit dem Fahrstuhl hinauf auf die Aussichtsplattform Sail City, die sich hoch oben auf dem Dach des Atlantik Hotels befindet. Drei Euro kostet der Besuch und man sollte sich diesen Blick auf jeden Fall gönnen.
Den Tag beschließen wir in einem Restaurant im Fischereihafen. Dort wurde eine ehemalige Fischpackhalle in eine Art Restaurantmeile umgewandelt, hier findet sich sicher für jeden Geschmack etwas. Wir sind froh, dass wir dort langsam auftauen können, um dann unseren Magen mit leckeren Krabben und Bratkartoffeln füllen zu können.
Der Morgen des nächsten Tages begrüßt uns mit freundlichem Nieselregen. Museumswetter. Wir beschließen das Auswanderermuseum zu besuchen, das sich ebenfalls in den Havenwelten befindet. Leider kommen gemeinsam mit uns zwei Reisebusse an und das regnerische Wetter trägt auch nicht wirklich dazu bei, uns ein leeres Museum zu bescheren. Naja, man kann eben nicht alles haben...
Trotz der Fülle geht auch dieses Museum sehr anschaulich und informativ mit dem Thema um. Man begleitet "seinen persönlichen Auswanderer" auf seiner Reise in die neue Welt, erfährt etwas über seine Beweggründe, seine Ankunft und darüber ob sich seine Träume erfüllt haben. Den Namen erhält man mit der Eintrittskarte.
Besonders bewegt hat mich die Inschrift einer Bronzetafel, die ehemals den Sockel der Freiheitsstatue zierte, auf der die Worte Emma Lazarus zu lesen sind:
"Gebt mir eure Müden, eure Armen, eure gehäuften Massen voll Sehnsucht, frei zu atmen,
den elenden Auswurf eures überquellenden Lands,
Schickt sie, die Heimatlosen, sturmgepeitscht zu mir. Ich halte meine Fackel hoch am goldenen Tor."

Wie wenig sich wohl die Wünsche, Träume und Hoffnungen derjenigen, die damals eine neue Heimat suchten, von jenen unterscheidet, die sich heute auf der Flucht befinden? Und wie unendlich traurig, dass dieses Land, das für viele ehemals ein Synonym für Freiheit, der Ort ihrer Träume war, sich heute denjenigen verschließt, die sie früher mit offenen Armen aufgenommen hätten. Die Freiheitsstatue muss sich missbraucht fühlen...
Das Auswanderermuseum hat auch eine "Einwanderungsabteilung", hier erfährt man in der nachgestellten Umgebung der siebziger Jahre viel über Menschen, die in den letzten dreihundert Jahren nach Deutschland immegriert sind, seien es französische Hugenotten, Gastarbeiter oder syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Dieses Museum verlasse ich nachdenklich und ein wenig dankbar dafür an einer Ecke der Welt zu leben, in der Frieden, Freiheit und Sicherheit so selbstverständlich geworden sind, dass viele diesen Zustand überhaupt nicht mehr zu schätzen wissen.
Den restlichen regnerischen Tag nutzen wir noch für einen kurzen Besuch des Städtchens Bad Bederkesa. Wir haben gelesen, dass es dort eine Burg geben soll. Die Burg gibt es, ihr Inneres beherbergt aber das archäologische Museum des Landkreises Cuxhaven, was uns inhaltlich grad nicht so wirklich reizt. 
So beenden wir den Tag in unserem Ferienapartment im Wurster Land, während die Regentropfen die Fensterscheiben herunterlaufen. Dieses gar nicht so weit entfernte Bremerhaven ermöglichte uns einen Blick auf fremde Kulturen, fremde Klimazonen, Auswandererschicksale und der Suche nach der Freiheit. Ich glaube unserer friesischen Freiheitskämferin Tjede Peckes, die so früh ihr Leben ließ für genau diese Freiheit, der hätte all das auch gefallen.



Timmendorf im November

Letztes Jahr im November war ich tatsächlich das erste Mal alleine im Urlaub. Naja, Urlaub ist vielleicht ein wenig übertrieben. Ich hab mit mir allein ein Wochenende verbracht. Ein verlängertes sogar! Und ich bin auch ganz gut mit mir zurechtgekommen. Manchmal tut es gut, sich auf sich selber zu besinnen. Da kann man dann auch gleich ausprobieren, ob man mit sich selbst noch so klar kommt, ob man sich noch mag...
Ich wollte gerne ans Wasser, egal ob es nun November ist oder nicht, das Meer geht zu jeder Jahreszeit. So habe ich ein wenig im Netz rumgesucht, bis ich das Passende gefunden hatte. Eine Ferienwohnung in Timmendorf. Im Maritim. Im 22. Stock. Mit Blick über die Ostsee. Was will man mehr?
Die Wohnung ist klein. Ein Zimmer, darin ein Schrankbett, Sofa, Esstisch, kleine Küche und natürlich ein Bad. Und ein Balkon. Mit gigantischem Ausblick. Ich fühle mich ein wenig wie Gott, der über seine Schöpfung blickt. Der Himmel blau, nur der Horizont schmückt sich mit weißen Wolken, unter mir breitet sich miniaturmäßig Timmendorf aus. Hier werde ich sicher öfter stehen.
Das Maritim ist in den Siebzigern gebaut und versprüht auch eben solchen Charme. Im Eingangsbereich zum Apartmenthaus begrüßen einen goldfarbene Briefkästen, schwarze Ledersofas und mahagonifarbene Hochglanzwände. Man parkt sein Auto in einer Parkgarage, dessen Parkplätze kreiert wurden, als der VW-Käfer ein großer Wagen war. Es gibt einen livrierten Herren an der Rezeption, der die Glastüren beim Erscheinen bekannter Gäste per Knopfdruck auffahren lässt. Alles sehr gediegen.
Was ich in Timmendorf gemacht habe? Vor allen Dingen bin ich spazieren gegangen.
Am Strand, im Sand, zwischen den aufgeregten Möwen. Mit Handschuhen und Schal, Kapuze auf dem Kopf, gut verpackt gegen den kalten Ostseewind.
Zwischen beleuchteten Bäumen, die Promenade hinauf- und hinunter, mal Richtung Norden, mal Richtung Süden.
Udo habe ich auch getroffen! Durchscheinend, den Blick auf den Horizont gewährend. So steht er einsam am Strand.
Wenn ich nicht spazieren war, habe ich gelesen. Oder aus dem Fenster geschaut, den Blick in die Ferne genossen, der dank Wolken und Licht immer wieder anders war. Oder einfach gar nichts gemacht. Den Gedanken ihren Lauf gelassen. Die Hände in den Schoß gelegt. Ein Kurzurlaub alleine mit sich selber. Ein wunderbarer Weg zur Ruhe zu kommen. Habt ihr das auch schon einmal gemacht?