Namibia - Paradies im Tirasgebirge - die Fest-in-Fels-Lodge der Koiimasis-Ranch

Von einer Zwischenübernachtung erwartet man eigentlich nicht viel. Sie dient ja nur als Möglichkeit zu übernachten auf einer Strecke, bei der es von Punkt A zu Punkt B für einen Tag Fahrzeit zu weit ist. Nur ein Platz an dem man essen kann und danach ausruhen, um am nächsten Tag den restlichen Weg in Angriff zu nehmen. Dahin zu gelangen, wo man eigentlich hin will.
Die Fest-in-Fels-Lodge ist auf unserer Reise für so eine Zwischenübernachtung gedacht. Außerdem ist sie tatsächlich auch noch ein Ausweichquartier, da die eigentlich gewünschte Lodge nicht mehr genug Zimmer frei hatte. Unsere Erwartungen sind also nicht groß, als wir von der D 707 auf den Farmpad abbiegen, der uns 20 Kilometer über mehrere Farmen führt (was auch heißt mehrere Gatter auf und zu...). Die sandige Piste allerdings schlängelt sich schon durch eine so traumhafte Landschaft, so dass wir wirklich gespannt sind auf die Unterkunft, die uns am Ende erwartet.
Tatsächlich ist sie kaum auszumachen, so gut versteckt liegen die Chalets zwischen den runden Felsen. Es gibt übrigens nur vier davon, jede so privat wie nur möglich auf dem Gelände verteilt.
Zu jedem Chalet gehört eine sonnengeschützte Terrasse mit wunderbar rustikalen Sitzmöbeln. Von dort aus kann man den Blick über die weite Landschaft schweifen lassen. Und die Stille genießen.
Die Zimmer sind mit viel Fantasie eingerichtet. Einzelne Felsen wurden integriert, Äste mit eingearbeitet, sogar kleine Beete angelegt. In einem Chalet gibt es ein Hochbett, sicher ein Traum für Kinder. Die Badezimmer sind lediglich durch geschwungene Mauern vom Zimmer abgetrennt, uns hat das aber nicht gestört. Alles ist gut aufeinander abgestimmt, alte Schwarz-Weiß-Fotos hängen in rustikalen Holzrahmen an den Wänden.
Am Pool hat eine vorsorgliche Seele bereits die Handtücher für uns auf eine Bank gelegt. Das Wasser ist klar und erfrischend, von den Liegen, die auf einer sonnengeschützten Terasse oberhalb des Pools stehen, hat man einen herausragenden Blick über das Tal. Traumhaft!
Jedes Detail stimmt hier. Darüber hinaus ist das Dinner, das Abends bei Kerzenschein in der Lodge serviert wird, sehr lecker, genauso wie die frisch gebackenen Brötchen , die zum reichhaltigen Frühstück gehören.
Sogar das Wetter wirkt wie arrangiert und bietet uns zum Abend ein wirklich farbenreiches Schauspiel. Für nur eine Zwischenübernachtung ist diese Unterkunft wirklich viel zu schade. Hier sollte man mehr Zeit verbringen. Zumal auch einiges an Aktivitäten geboten wird. Man kann sich über die Ranch fahren lassen, Reitausflüge unternehmen, die Straußenfarm besichtigen oder Wohn - und Jagdplätze der San. Es gibt sogar einen Köcherbaumwald. Und natürlich den unglaublichen Sternenhimmel.
Interessierte finden alle Informationen hier:
http://www.namibia-farm-lodge.com/#!unterkunfte/c6cq
Wir finden es auf jeden Fall ziemlich schade, dass wir am nächsten Tag wieder abreisen müssen. Gerne wären wir noch ein bißchen länger geblieben. 





Kommentare:

  1. Stimmt, für eine Nacht nicht genug. Was für eine tolle Unterkunft.

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  2. Wie toll das aussieht! Unglaublich interessant eingerichtet, das glaube ich sofort, dass ihr gerne mehr als eine Nacht geblieben wärt.
    Aber gibt es denn in der Gegend noch etwas, was einen längeren Aufenthalt gerechtfertigt hätte?

    Viele liebe Grüße!

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    1. Mir hätte es wahrscheinlich schon gereicht stundenlang in die Gegend zu gucken... es sah immer wieder anders aus, sobald sich das Licht änderte. Man hätte wandern können, reiten, die Farm besichtigen o.ä. Es ist unheimlich einsam dort... und still. Eine Landschaft, die aus sich selber wirkt.

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  3. So jetzt hatte ich endlich Zeit den Bericht zu lesen. Ich will da auch hin und versuche gerade meinen Freund zu überzeugen. :)

    LG und schönes WE

    Myriam

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