Kulinarische Reise - oder wie schmecken eigentlich Heuschrecken?

Letztes Wochenende war hier in Hamburg-Bergedorf die internationale Streetfood-Karawane zu Gast. So etwas habe ich bisher noch nicht besucht, also machen wir uns am späten Sonntag Nachmittag auf den Weg. Mal sehen was sich da so bietet.
Mit unserer Ankunft startet der Regen. Glücklicherweise nur normaler Regen und nicht so eine andere wasserreiche Variante davon. Wir orientieren uns, indem wir einmal im Kreis laufen. Stellen fest, dass das ganze doch sehr Burgerlastig ist. Aber es riecht alles sehr gut. Geradezu köstlich. Mmmhmmm, also was essen wir nun?
Obwohl die Burger lecker aussehen, sind sie nicht unsere erste Wahl. Einmal weil die Portionen viel zu groß sind, als das man noch irgendetwas anderes probieren könnte, nein, aber hauptsächlich weil wir ja kulinarisches aus anderen Ländern probieren wollen. Da fällt mir nicht unbedingt als erstes ein Burger ein.
Wir starten also mit afrikanischen Fleischröllchen in Erdnusssauce und Kochbananen. Sitzen unter unserem Regenschirm an einem Holztisch und freuen uns, dass es so lecker schmeckt.
Drehen noch eine weitere Runde, die uns einen Stand mit orientalischem, etwas israelisches, Burritos und mehr aus Mexiko, brasilianische Wraps und Waffeln und Kaffeespezialitäten aus den Niederlanden offenbart. Und natürlich jede Menge Burger. Wir entscheiden uns erstmal für einen niederländischen Kaffee, der aus einem interessanten Gefährt serviert wird und wirklich ausgezeichnet schmeckt.
Wirklich schade, dass die gereichten Portionen an den Ständen so groß sind, dass es kaum möglich scheint mehrere Sachen zu probieren. Denn die vielfältigen Angebote klingen durchaus interessant. Sehen lecker aus und duften köstlich. Auf so einem Markt würde ich mir kleine Probierportionen wünschen. Und Gäste, die ihren Müll in den aufgestellten Abfallbehältern entsorgen, statt sie auf den Tischen stehen zu lassen, so dass sie kurze Zeit später über das Gelände wehen.
Am meisten in Erinnerung bleiben wird mir aber der Stand mit den leckeren Insekten. Ja, ihr habt richtig gelesen. Leckere Insekten.
Daran können wir natürlich nicht einfach vorbeigehen. Wir kaufen uns ein kleines Schälchen Krabbel Allerlei. Mehlwürmer, Mittelmeerkäfer und kleine Heuschrecken sind darin. Ja, es sieht für uns Europäer nicht unbedingt wohlschmeckend oder appetitlich aus. Kostet auch etwas Überwindung, vor allen Dingen die Käfer, die noch so Beinchen und lange Fühler haben.
Wenn man es dann aber geschafft hat sich zu überwinden, schmecken sie gar nicht so verkehrt. Ein wenig nussig, recht kross, so wie das Knabberzeug, das man beim Fernsehen gelegentlich in sich hineinstopft. Ein bißchen trocken vielleicht. Ich könnte mir sehr gut eine Knoblauchtunke dazu vorstellen. Oder irgendeinen anderen Dip.
Mein Fazit dieser Kulinarischen Reise: Eine interessante Stunde, die wieder einmal zeigt wie vielfältig und bunt unsere Welt ist. Auch bei Speisen und Getränken. Als einzigen Verbesserungsvorschlag würde ich hier gerne ein weniger ist mehr hinterlassen. Dann bleibt Platz im Magen auch noch andere Speisen zu kosten.

Kommentare:

  1. Hi.ich hab als Kind Maden in Reis geliebt. Sehr saftig. Es muss also nicht so trocken schmecken. Aber gegrillt kann man sich leichter dran gewöhnen. In Hamburgs Zoo Hagenbeck kann man auch Maden probieren.

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    1. Huch... Ich bin erst jetzt über deinen Kommentar gestolpert. Tatsächlich? Maden in Hagenbeck? Das muss ich ausprobieren. Danke für den Tipp. LG

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